Weitverzweigt sind die Wege der musikalischen Beeinflussungen und vielfältig die Mutmassungen über die Frage, woher ein grosser Meister seine Erfindungen nahm, welches sein Nährboden, seine Vorbilder waren. Zwischen Sweelinck, einer der prägenden Figuren zwischen niederländischer Vokalpolyphonie der Renaissance und instrumentaler Emanzipation des Frühbarock, und Bach, der Schlüsselfigur des deutschen Hochbarock, lassen sich viele Wege in der Musikgeschichte verfolgen. Wir sind in diesem Programm der Literatur für Violine und Cembalo nachgegangen und zeichnen einen der Wege nach, die zwischen Sweelinck und Bach liegen.
Jan Pieterszoon Sweelinck
1562–1621
»Unter der Linden grüne«, arrangiert für Cembalo, Violine und optional Viola da Gamba
Johann Ulrich Steigleder
1593–1635
Die 40. und letste Variation, auff Toccata Manier. 4 Vocum. Choralbearbeitung von Vater unser im Himmelreich. Aus: Tabulatur Buch, Strassbourg 1627
Johann Jakob Walther
1650–1717
»Serenata per Violino Solo« aus: Hortus chelicus, 1688
Johann Paul von Westhoff
1656–1705
Violinsonate in d-moll, aus: 6 Sonate a Violino solo con basso continuo, Dresden 1694
David Petersen
Sonata II aus: Speelstukken, Amsterdam 1683
1650–1737
Johann Dietrich Buxtehude
1637–1707
Triosonate für Violine, Viola da Gamba und Cembalo
Johann Sebastian Bach
1685–1750
Sonate für Violine und Generalbass, e-moll, BWV 1023